Zwischenbilanz… und was aufs Auge

Seit langem schaute ich mal wieder länger hier vorbei, blätterte ein wenig herum und muß vor allem eines dazu sagen:

Grau ist alle Theorie – will heißen: Alles ganz wunderbar engagiert… und vor allem eines:  TÖDLICHST LANGWEILIG!!!.
Irgendwie gar kein Wunder, finde ich, daß das hier anscheinend niemand so recht lesen will :mrgreen:

( Wer bitteschön möchte freiwillig irgendwelche hochabstrakten Texte verdauen müssen, die irgendsoeine neue, unausgegohrene und krude Ideologie verbreiten.
Jetzt mal ganz ehrlich – also ich jedenfalls nicht! Und wenn man das noch etwas weiterdenkt – welche Art  Leute fühlen sich durch solche staubtrockenen Betrachtungen in der Realität eigentlich angezogen? Will man mit denen wirklich was zu tun haben? Mit Paragraphen- und Prinzipienreiternreitern, Esoterikspinnern, fruchtlosen Labertaschen und all diesen anderen Bürokaufleuten des Geistes….? )

Nee, da müssen wir dringend was ändern, dachte ich so bei mir …

Also ich verrate jetzt einfach mal was, ja?
Ursprünglich wurde dieses Blog hier ja mit einer gewissen Selbstironie ins Leben gerufen – oder glaubt tatsächlich irgend jemand ernsthaft, ich oder sonstwer hätte vor, in einem hübschen, kleinen Tipi unter einer alles überstrahlenden Auf-in-eine-neue-glorreiche-Zukunft-Sonne bessermenschenhaft schauzuwohnen…?
Wenn ja – Tut mir leid.
Nein, das war nicht wirklich so gemeint…

( O.k. – ich glaube, an unserer Aussenwahrnehmung müssen wir noch feilen…  :roll:
Aber eines sei schon mal lauthals verkündet: Bierernstes wird hier in Zukunft nur noch mit absoluter Ausnahmegenehmigung veröffentlicht!!!
Das ist hier schließlich kein Parteiprogramms-Blog! )

Also Achtung – der aktuelle Marschbefehl vom amtierenden PR-Häuptling lautet:
In Zukunft werden wir hier alle SEHR VIEL MEHR SPASS HABEN!!!

Hugh, ich habe gesprochen!


AND NOW SOMETHING COMPLETELY DIFFERENT:

Also- Ich will auch gleich mal Nägel mit Köpfen machen und hier an dieser Stelle jemanden vorstellen, den ich wirklich sehr, sehr gerne in meinem Stamm hätte ( und zwar mindestens im Range eines Senior-Häuptlings erster Klasse! ):
Den unbekanntesten, dessen ungeachtet jedoch (meiner Meinung nach) besten aller Wildtier- und Naturfotografen Deutschlands! (Und nicht nur das – Humor hat der Herr übrigens auch nicht zu knapp!)

Ein Besuch lohnt sich immer, wahlweise entweder in SCHLENDRIAN´S  BLOG , wo man auch gleich noch seine Meinung in Form eines saftigen Kommentars hinterlassen kann, oder bei ULI WIRTH-NATURFOTOGRAFIE – ich verspreche euch, ihr werdet auf jeden Fall tellergrosse Stauneaugen machen!

Es grüßt allerseits herzlichst,

Blog-Häuptling Sterno


Eigenwerbung

Da hier -schade, schade, schade- leider nichts mehr läuft und die Initiatoren / Administration schon lange völlig unerreichbar ist, mir das Thema neue Stämme aber sehr wichtig ist, entschloß ich mich die Tage dazu, ein eigenes Blog zu eröffnen. weiter lesen »

Zusammengehörigkeitsgefühl durch Vertrauen und Sicherheit

Man soll‘s kaum glauben: Jüngste Forschungsergebnisse belegen doch tatsächlich, daß gruppeninterner Zusammenhalt nicht von einem Konflikt mit anderen Gruppierungen abhängt und dadurch eben das Zusammengehörigkeitsgefühl bildet und stärkt, sondern daß sich Menschen Gruppen anschließen, weil sie dort einen Ort finden, der ihnen Vertrauen einflößt und Sicherheit gewährt.
Wer hätte das gedacht? weiter lesen »

Indianer gibt es nur in der Fantasie

“Alles, was Sie über Indianer wissen, ist falsch. weiter lesen »

Wirtschaft als Grundlage eines Stammes?

Lieber Leser,

mit diesem Artikel möchte ich auf einen Beitrag von Zuzsa eingehen und den dort vorgestellten Gedanken aufgreifen und versuchen durch ein Mehr an Tiefe und Hintergrund zu erweitern.

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Making a living

Eine der Chancen, die das Zusammenleben im Stamm bietet, ist gemeinsam seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Eine unlängst geführte Diskussion hat mir allerdings gezeigt, dass Begriffe wie „Wirtschaften“, „Arbeiten“, „Geld verdienen“ usw. recht negativ besetzt sind, als etwas, dass uns quasi vom System aufgezwungen wird und das wir so bald wie möglich hinter uns lassen sollten … 800px-ant_at_work_03

Da scheint mir jedoch ein grundlegender Irrtum vorzuliegen. Denn jede Gesellschaft – egal ob nun Stammes- oder kapitalistische – wirtschaftet, aber sie unterscheiden sich im Grad der Ausbeutung ihrer Mitglieder. Akkumuliert sich im kapitalistischen Wirtschaftssystem der Gewinn in der Hand eines Einzelnen, kommt dieser dagegen im Stamm jedem Stammesmitglied gleichermaßen zu Gute.  Beruht das kapitalistische System auf jährlicher Wachstumssteigerung, geht es dem Stamm hingegen darum, seine Mitglieder zu ernähren und ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Man kann sich das ganze als Kurve verdeutlichen: die der kapitalistischen Produktion wächst exponentiell (so zumindest die Ideologie), die des Stammes wächst lediglich mit der Anzahl der Stammesmitglieder, die zu versorgen sind.

Daniel Quinn hat diese Vorstellung des Wirtschaftens im Begriff des „Making a Living“ wunderbar zusammengefasst. Wie grundlegend dieses „Making a Living“ – oder eben „Wirtschaften“ ist, – soll hier stellvertretend das folgende Zitat aus seinem Buch Beyond Civilization: Humanity’s Next Great Adventure illustrieren:

“People sometimes react to my proposals as though there were something slightly distasteful and superfluous about the whole idea of “making a living” – tribally or otherwise. They seem to feel that if the New Tribal Revolution is all it´s cracked up to be, then we shouldn`t have to “make a living” at all, we should be able to live like the birds of the air.

Exactly so. That`s the whole point, you might say. 800px-angebissener_apfel_als_nahrungsquelle_fur_wespen_und_ameisen

Their misunderstanding isn´t about the New Tribal Revolution; it´s about the birds of the air. Sparrows may be “free as birds”, but this doesn`t mean they don`t have to make a living. On the contrary, every living thing on earth has to do this. Gnats, geese, dolphins, chimpanzees, spiders, and frogs all have to expend energy to get what they need to stay alive. There is no creature that spends its life just lying there inert while needed resources flow in and do the work of keeping it alive. [...]

The tribe, in fact, is just a wonderfully efficient social organization that renders making a living easy for all – unlike civilisation, which renders it easy for a privileged few and hard for the rest.”

(Quelle: Daniel Quinn, Beyond Civilization: Humanity’s Next Great Adventure, Three Rivers Press 1999, S. 154) 742px-furnarius_rufus_victor_harvey

Wie ein Wirtschaften auf Stammesebene heute umsetzbar ist, darüber werde ich in später folgenden Artikeln berichten.

Eure Zuzsa

Photo credits: alle Bilder sind unter der creative commons licence auf Wikipedia veröffentlicht 1, 2, 3

Sind Stämme Sekten?

Wenn man sich mit dem Thema neue Stämme beschäftigt, wird irgendwann einmal ganz sicher auch der Begriff Sekte auftauchen. Ein Grund, sich in diesem Blog einmal mit dem Vergleich Sekten – Stämme auseinander zu setzen.

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Ein Manifest des Animismus – eine Buchbesprechung

Über Daniel Quinns “The Story of B”  (via freakybooks.de)

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“Anyone who thinks the Church is open to new ideas is living in a dreamworld”

(Daniel Quinn, “The Story of B”, p.10)


In Deutschland ist Daniel Quinn vor allem durch seinen Roman “Ismael” bekannt, allerdings längst nicht in dem Maße, wie im englischsprachigen Raum, wo er ein gefeierter Bestsellerautor und konsequenter Vordenker der New-Tribes- Bewegung ist.
Hierzulande wird sein mit dem renomierten Turner Tomorrow Fellowship Award (dem mit 500 000 Dollar höchstdotierten Literaturpreis der USA) ausgezeichnetes, bahnbrechendes Werk typischerweise als “Buch zum Film” verramscht und ist ein ausgesprochener Flop ( – einem Film namens “Instinkt” übrigens, der inhaltlich herzlich wenig mit diesem Buch zu tun hat, von ein paar am Rande auftauchenden Gorillas vielleicht einmal abgesehen…).

Nun ist “Instinkt” für einen Hollywoodschinken immer noch erstaunlich unschlecht, eigentlich sogar recht sehenswert und nicht gänzlich bar jeglicher gedanklichen Tiefe – und so erklärt sich vielleicht, daß ich vor ein paar Jahren in der Ramschbuchabteilung eines Supermarktes nach eben jenem sonderbepreisten und ziemlich zerknitterten “Buch zum Filme” griff – der kleingedruckte Untertitel lautete merkwürdigerweise “Ismael“, geschrieben von einem gewissen Daniel Quinn – und es zwischen die Milchtüten, Brokkoliköpfe, Radieschen  und Frühstücksbrötchen in meinen Einkaufswagen legte.  Etwas später, zuhause dann, hatte ich eine Offenbarung – ahnungslos hatte ich gefährlichsten intellektuellen Sprengstoff eingekauft! weiter lesen »

Unterwegs

Es ist so wundervoll, einfach unterwegs zu sein, ohne Ziel einfach drauflos zu fahren und die Abenteuer mitzunehmen, die am Wegrand liegen. 102_4396

Wir waren ein paar Tage zum Arbeiten auf der Insel Usedom und anschließend hatte keiner von uns beiden recht Lust nach Hause ins öde Berlin zu fahren. Was lag da näher, als sich aufs Rad zu schwingen und ein Stück auf dem Berlin-Usedom-Radweg nach Süden zu gondeln. Mal abgesehen vom Wetter 102_4468 vielleicht, dass vom Nieselregen bis zum Platzregen und heftigstem Gegenwind alles aufbot, um uns bei Laune zu halten.

Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen wurde unsere Tour zu einer phantastischen Erfahrung. Beim Bahn- und schon gar beim Autofahren geht mir persönlich jeglicher Bezug zur Landschaft verloren. Die Welt flitzt vor den Fensterscheiben vorbei und aus heiterem Himmel bin ich kilometerweit von meinem Ausgangspunkt entfernt, stehe ganz erschlagen und vom vielen Sitzen ganz steifbeinig in der Gegend herum und verstehe eigentlich gar nicht, was mir passiert ist. Umso befriedigender war das Erlebnis eine wirklich weite 102_4437

Wegstrecke mit dem eigenen Körper – im wahrsten Sinne des Wortes – zu erfahren. Plötzlich besitzt die Strecke Realität und ist vollgestopft mit Erlebnissen und Bezugspunkten. Mit den Kiefernzapfen, die ich mir unterwegs in die Taschen stecke und der Puste, die mir beim fünften Hügel hintereinander allmählich ausgeht.

Unterwegs, fernab der Touristenströme, hatten wir das Glück ein paar einmalige und abenteuerliche Plätze zu entdecken – Tausend Dank dem Zufall der uns dorthin geweht hat! Mir scheint ja, dass es immer schwerer wird, authentische Plätze zu finden. Die öde Gleichmacherei ist aller Orten am Werk 102_4358

und frisst all das auf, was anders, alt oder gemütlich ist. Die immergleichen Läden, Häuser und Hotels, die der Fortschritt allerorts hingespuckt hat, sind ja “dann doch soviel praktischer und bequemer”, klingt es mir überall in den Ohren und ich kann nur verständnislos den Kopf schütteln.

Ich kann einer vierspurigen Autobahn nichts “schönes” abgewinnen, auch wenn sie auf Stelzen durchs Naturschutzgebiet gebaut ist, und ich würde lieber auf regionale Produkte zurückgreifen, als auch in der Fremde im gewohnten Supermarkt einkaufen zu müssen. Aber irgendwie scheine ich mit dieser Meinung allein auf weiter Flur zu sein …

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Wenn man ein bisschen herumstromert, dann trifft man sie aber noch: die Traumstrände der Kindheit, die verlassenen Bungalows und die alten Omas mit 102_4449

ihren eleganten Wohnzimmereinrichtungen aus den Fünfziger Jahren – die Orte, 102_4500

die einfach Ort sind und nicht Ferienkurort oder Vorort der nächsten Weltstadt oder irgendetwas anderes nur nicht sie selbst. Von diesen authentischen Plätzen kann man sich ganz erfüllen und bereichern lassen und sie im Herzen mit nach Hause tragen.

Wir jedenfalls haben unterwegs dort gehalten, wo wir uns wohl gefühlt haben. Haben im Kiefernwäldchen gefrühstückt. Uns unter Buchen vor dem Regen versteckt. Und sind abends totmüde in mit aller Überredungskunst ergaunerte 102_4519

weiche Betten gefallen. Mit anderen Worten: es war einfach SCHÖN, belebend und ich freue mich schon riesig auf unsere nächste Tour!

 

Es grüsst euch mit strahlenden Augen und Wind im Herzen, eure Zuzsa

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Fotocredits: Dank an meinen lieben Sterno Inferno für die wundervollen Fotos und die großartige Bebilderung dieses Artikels!

 

Achtung – Wir sind vorübergehend abwesend!

Sprich, die beiden Admins sind für etwa eine Woche offline. Das hat erstmal keine nennenswerten Auswirkungen, außer den folgenden – nämlich:

1. daß wir uns während dieser Zeit nicht am Gedanken- und Meinungsaustausch auf dieser Seite beteiligen können – was wir als sehr bedauerlich empfinden (und seid versichert – wir brennen bereits darauf, in Bälde endlich wieder die nötige Ruhe zu haben, um voll und ganz ins so wundervoll wachsende neu-tribale Geschehen einzutauchen… :-D )

2. daß während dieser Zeit weder neue Autoren noch Kommentatoren freigeschaltet werden können. Also wundert euch bitte nicht und macht euch keine Sorgen – allerspätestens am 27.05. sind wir wieder im Netz und kümmern uns dann umgehend um alles, was dahin angefallen sein sollte…

Viele Grüße an alle – und ganz besonders und von Herzen an alle “K´s”! (Soon we will meet again!)

Zuzsa & Sterno

Europa – auch ein Land der Stämme

Jüngst erst unterhielt ich mich mit jemandem über neue Stämme und schon wieder kam nach wenigen Sätzen die Frage nach „den Indianern“ auf: „Stamm jetzt im Bezug auf Indianer? Oder wo ist der Unterschied zu anderen Gemeinschaften?“ war die Frage und ich muß ehrlich sagen, wieder einmal mehr störte mich diese Omnipräsenz der „Amis“. weiter lesen »

Nur Stämme werden überleben

1979 fand in der Windmühle des Jugendhofes in Quelkhorn, ein von Erich Haye, dem späteren Herausgeber der Zeitschrift “Anders Leben”, einberufenes Treffen mit dem Führer der jungen Männer der Irokesen (“Der das Gesetz bringt”) statt. Es war bei verschiedenen nordamerikanischen Indianerstämmen zu einer Rückbesinnung auf eigene kulturelle Wurzeln gekommen.
“Der das Gesetz bringt” sagte unter Anderem: “Ihr seid keine Indianer und werdet nie welche werden. Allerdings sind wir ursprünglich Brüder eines Volkes. Ihr müßt eure eigenen Wurzeln finden. weiter lesen »

Sternos Traum …

Letzte Nacht hatte ich einen merkwürdigen, beglückenden Traum.

Mir träumte, daß der erste neue Stamm Kontakt zu mir aufgenommen hatte. Und wie es sich für einen modernen Stamm nunmal gehört, in diesem zur Realität gewordenen technologischen Alptraum, in welchem wir derzeit leben, fand diese Kontaktaufnahme selbstverständlich über das Internet statt (so ein bisschen wie in der Folge-dem-weißen-Kaninchen-Szene in dem allseits bekannten Film Matrix vielleicht… )

Den vollständigen Artikel lesen auf Sternos Blog ->



How shall I live my Life?

Das ist die große Frage, welche Derrick Jensen, seines Zeichens Autor des großartigen Buches “Endgame 1 & 2″ (auf deutsch erschienen als “Endgame”” und “Das Öko-Manifest), einer ganzen Reihe von recht unterschiedlichen Leuten vorlegte, die jedoch  alle zumindest eines gemeinsam haben – ihr langjähriges Engagement gegen die perversen und toxischen Auswüchse der westlichen Zivilisation.

Zu Wort kommen unter anderem der American Indian Movement- Gründer Vine Deloria, der Tierrechtler Steve Wise, der Anti-Staßen-Aktivist Jan Lundberg, die ganzheitliche Philosophin Kathleen Dean Moore, die Umwelt-Anwältin Carolyn Raffensperger – und noch etliche andere mehr.

Entstanden ist dabei ein äußerst lesenswertes Kaleidoskop von fundierten Meinungen, Denkansätzen, Erfahrungen und Handlungsstrategien, die sich aus ganz unterschiedlichen Richtungen auf einen zentralen Punkt hin  zubewegen: Wie können wir ganz konkret diese Welt ändern, was ist dazu alles an Voraussetzungen notwendig bzw. unabdingbar, was müssen wir dafür von unserem bisherigen Denken und Handeln über Bord werfen…

Auf jeden Fall eine inspirierende und bereichernde Lektüre, für all jene die es ernst meinen!

Weggeworfenes Leben…

“Siehe, all das was du wünschst ist machbar! Verlaß einfach nur dein wertloses Leben hier und folge uns – und wir werden dich in blühende Landschaften führen. All deine bunten Glasmurmelträume werden dir erfüllt werden, du wirst reicher und besser angezogen sein, als alle deine Vorfahren es sich jemals hätten träumen lassen, ungeahnte technische Errungenschaften werden dein und dir immer zu Diensten sein – allerdings… das Alte, das Überholte, dieses Anhaften am Gestrigen, das mußt du dafür natürlich aufgeben…”

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So sprachen einst die Bauernfänger des Fortschritts zur Jugend auf dem Lande. Die zog auch prompt fort aus ihrer angestammten Heimat – und was ein paar Jahrzehnte später übrigbleibt von jahrhundertelang bewahrten Traditionen und Bräuchen findet dann problemlos Platz in einer Berliner Mülltonne… in Gänze nachzulesen auf  Sternos Blog->

 


Die erlösende Konkretheit des Machens…

“Es gibt nichts Gutes, außer man tut es”

(Erich Kästner)

Es soll ja doch immer wieder Leute geben, die, anstatt die ganze Welt mit ihren hochfliegenden Ideen und Einsichten beglücken zu wollen, einfach ganz konkret und da wo sie sind etwas tun. Die ihr Leben einfach in die eigenen Hände nehmen und anstatt zu jammern, zu klagen und zu warten, daß sich etwas ändert – lieber anpacken und machen.

Und damit haben sie – und alle die, die mit ihnen sind – in der Regel alle Hände voll zu tun und ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben obendrein! Und meistens entsteht dabei ganz von selbst so etwas wie ein Stamm, ohne daß es dazu jemals eines abstrakten Entwurfes überhaupt bedurft hätte. Ganz im Gegenteil: das Geheimnis scheint in der Konzentration auf das Naheliegende zu liegen – und in der Fähigkeit, es überhaupt ersteinmal zu erkennen. Klingt vielleicht banal, ist es aber nicht…

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Bildquelle: a tempo 02/2010

Ein wunderbares Beispiel für solch bodenständiges, unverkopftes Engagment in der ganz und gar prosaischen Welt der Tatsachen fand ich jüngst in einer Ausgabe des anthroposophischen Magazins “a tempo” – in einer spannenden Reportage über den Kindercircus Mignon. Was vor über einem Jahrzehnt als kleines heilpädagogisches Projekt begann hat sich mittlerweile zu einem florierenden Reisezirkus- und Cateringunternehmen entwickelt, das allen daran Beteiligten Lebenssinn und Auskommen bietet. Aber lest doch einfach selbst -> zur Reportage

Wir möchten an dieser Stelle dem “Stamm Mignon” von Herzen weiterhin gutes Gelingen, Freude, Erfolg und noch viele Generationen lang andauerndes,  vergnügliches und abenteuerliches Nomadisieren wünschen! Und wer jetzt Feuer gefangen hat, kann auch gerne mal auf der Stammeshomepage vorbeischauen – möglicherweise wird ja noch der ein oder andere Löwenbändiger gesucht…

circusmignon

 

 

 


Der Blick des Stadt-Indianers

„Siedle niemals flußabwärts vom weißen Manne!“ (angeblich Indianisches Sprichwort)

Ein Stadt-Indianer hat es wirklich nicht leicht unter den Bleichgesichtern. Denn in der Stadt ist der weiße Mann überall und es ist beinahe unmöglich, ihm aus dem Weg zu gehen – und wenn, dann nur unter den allergrößten Schwierigkeiten. Und selbst wenn dies gelingt, so wird der Stadt-Indianer doch auf Schritt und Tritt von den Hinterlassenschaften, Ausdünstungen und Verlautbarungen des weißen Mannes belästigt – welcher offenbar fest davon überzeugt ist, daß er allein über diesen, seinen, Planeten wandelt und deshalb auf niemanden sonst Rücksicht zu nehmen braucht… intro



Weiterlesen in Sternos Blog ->

Bald ein Jahr online…


… und aus diesem Grunde spendieren wir dem Webauftritt mal ein hübsches, zeitgemäßes Relaunch. In den nächsten Tagen könnte da noch der ein oder andere kleine Bug auftauchen … wir arbeiten dran, ok!

Und für alle, die Techsprech nicht beherrschen: Wir haben unsere Webseite verschönert… :mrgreen:

Ach so – und natürlich vielen Dank an alle, die uns begleitet und unterstützt haben! Und allen Neuankömmlingen ein herzliches Willkommen! Und außerdem viele Grüße an das Nu Era Netzwerk!

Auf ein neues,

Euer Sterno

Warum wir keine E-Book-Reader brauchen…

…apropos Argumente gegen das traditionelle Buch.
Es ist, ganz nebenbei gesagt, gar nicht zwingend notwendig Bücher aus Bäumen herzustellen!
Auch wenn ihr jetzt vielleicht ungläubig staunt, ob der Tatsache, was man früher naiverweise so alles aus „Drogen“ gemacht hat …ja, bis zu Anfang des letzten Jahrhunderts wurde zum Beispiel ein Großteil sowohl der Textilien als auch des Papiers aus Hanf hergestellt.
Das Hanfmonopol im Textilbereich kippten dann bekanntlich die amerikanischen Baumwollbarone. Was weniger bekannt ist: Die amerikanischen Papierbarone waren zum großen Teil Waldbesitzer – und das unverwüstliche, billige Hanfpapier war ihnen ein Dorn im Auge.
Die Abhängigkeit von Holz und Baumwolle also, in der wir uns heutzutage zu befinden glauben, ist im Grunde nichts weiter als das Ergebnis jahrelanger, gezielter und erfolgreicher Propaganda einer kleinen aber einflußreichen Interessengruppe. weiter lesen »

Gullivers Reisen reloaded – oder die zeitlosen Visionen des Robert A. Heinlein

Ist die Menschheit noch zu retten?

Bereits vor fast fünfzig Jahren, 1961, hat Robert A. Heinlein diese Frage in seinem epochalen Werk „Fremder in einer fremden Welt“ mit einem klaren „JA!“ beantwortet – und dort auch gleich die dafür notwendigen Bedingungen genannt.

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Wer , liebe Leser, jetzt aber menschliche Auswandererströme ins All oder ungeahnte, rettende Hochtechnologien erwartet, der ist, das sei gleich vorab angemerkt, völlig auf dem falschen Dampfer und sollte sein Glück vielleicht lieber bei Arthur C. Clarke oder Isaac Asimov versuchen…

Denn Michael Valentine Smith, die Hauptfigur dieses Romans, wurde zwar auf dem Mars von Marsianern großgezogen und hat folgerichtig einen konsequent außerirdischen Blick auf die futuristisch-dekadente Zivilisation welcher er nur allzubald auf der Erde begegnen wird – aber im Prinzip ist das nichts weiter als ein literarischer Kunstgriff des Autors. Heinlein arbeitet quasi in Umkehrung des Vorgehens und in direkter Tradition eines gewissen Jonathan Swift, der seinen Helden Lemuel Gulliver an verschiedenen, ziemlich „außerirdisch“ konzipierten Gestaden (wie etwa Liliput oder Laputa) stranden lässt, um ihn dann aus der Perspektive des kulturellen Außenseiters über die dort vorgefundenen Verhältnisse berichten zu lassen. (und ganz und gar folgerichtig wird dann auch von Heinlein an mehreren Stellen des Romans explizit auf „Gullivers Reisen“ Bezug genommen und daraus zitiert.) weiter lesen »

Der mit den Pflanzen spricht…

…ist, zugegebenermaßen ein recht dümmlicher Titel und soll wohl vor allem an die romantische Ader der anvisierten Zielgruppe appellieren. Davon einmal abgesehen handelt es sich jedoch um einen äußerst sehenswerten Beitrag und Dr. Storl hat darin so einiges an Interessantem zu sagen…

Selbst die pseudoinformative Moderation aus dem Off kann daran nicht viel ändern, welche immer wieder philosophische Perlen wie zum Beispiel “…Storl sieht den Menschen als Teil der Natur…” in lockerer Weise einzustreuen weiß…. :mrgreen:

Aber daran sind wir alle ja alle hinreichend gewöhnt (um nicht zu sagen: darauf programmiert – na, ihr wißt schon,  so unhinterfragte Überzeugungen wie  “der Mensch ist die Krone der Schöpfung”  und  “wir sind Stellvertreter Gottes auf Erden” usw. usw… ) – und so kann man den ausführenden, arglosen Fernsehjournalisten solche semantischen Bisse in den eignen Schwanz eigentlich  kaum übelnehmen. weiter lesen »

Join the FREAK REVOLUTION!

freakrevolution

Na, sind die nicht knuffig?

Und nicht nur das! Nein, sie haben außerdem auch noch ein gut formuliertes, leicht zu verstehendes Programm zur “Weltveränderung” anzubieten, welches man sich unter folgendem Link als freie PDF-Datei herunterladen kann:

http://freakrevolution.com/freak-revolution-manifesto-print-friendly.pdf weiter lesen »

Neue Links / New Links in the Sidebar

Jede Menge neue und spannende Links findet ihr in unserer Sidebar auf der rechten Seite. Besonders empfehlen kann ich euch unsere neueste Entdeckung: einen Artikel über “grüne Anarchie”, den wir in der Wiki von “Gruenes Blatt” gefunden haben. weiter lesen »

Discovering the North American Afterculture!

Aterculture01

Wie mag die Welt wohl aussehen, nach dem Zusammenbruch der sogenannten Zivilisation? Wenn der zehntausendjährige Krieg gegen den Planeten schließlich ein Ende gefunden hat und wir Menschen uns wieder der  Gemeinschaft des Lebens hinzugesellen?

Eine wunderbar inspirierende Webseite nimmt sich dieses Themas am Beispiel Nordamerikas an und bietet jede Menge detailierte Visionen für eine mögliche und funktionierende “Kultur danach”.

Und…wer weiß, möglicherweise ist es ja ein viel kürzerer Weg dorthin, als wir jetzt alle noch denken…

http://www.art.afterculture.org/ weiter lesen »

The Tribe – an alternative way of life for the individual?

read this in german

The human being is social from scratch.

Wherever we are, at work or on the road, we’re immediately trying to tie contacts, either to exchange important information or simply to have a chat at lunch. weiter lesen »